Kleine Anfrage an die Landesregierung LSA

zur aktuellen Überwachung des Grundwasserhaushaltes im Land

Christine Bauer

Aufgeschreckt durch einen gut recherchierten Beitrag von Daniel Harrich (Link Doku: Bis zum letzten Tropfen) über die wichtige Grundwasserthematik, haben wir die Landesregierung gefragt, wie die derzeitige quantitative Überwachung des Grundwassers per Grundwassermesspegel auf dem Gebiet unseres Bundeslandes durchgeführt wird. Es ist dringend notwendig, auch ohne Großabnehmer, dass der Grundwasserstand beobachtet wird, da er aufgrund der fehlenden Niederschläge und damit verbunden, eine geringere Grundwasserneubildung, weiter absinkt. (Quelle: Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, hydrologische Monatsberichte)
Folgende Fragen haben wir über Wolfgang Aldag (MdL)an die Landesregierung gestellt:

1. Wie viele aktive Grundwassermessstellen gibt es in Sachsen-Anhalt und wie     hat sich deren Anzahl in den letzten 20 Jahren entwickelt? 

2. Welche Vorgaben an das Grundwassermessstellennetz gelten durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), um eine aussage- und bilanzfähige quantitative Beobachtung des Grundwassers zu gewährleisten? Hält Sachsen-Anhalt diese Vorgaben ein?

3. Welche Überlegungen gibt es seitens der Landesregierung, das Grundwassermessstellennetz zu erweitern bzw. zu verändern, um sich an die sich ändernden klimatischen Rahmenbedingungen anzupassen?

4. Welcher Personal- und Investitionsbedarf für Equipment leitet sich daraus ab?

5. Wie werden Großabnehmer der Ressource Wasser in Sachsen-Anhalt überwacht und welche Sanktionen sind bei Überschreitungen der wasserrechtlich erlaubten Entnahmemenge vorgesehen? (Aufstellung eines Bußgeldkataloges)

6. Welche Möglichkeiten bestehen seitens des Landes, die Landkreise (seit Verwaltungsreform 2004 zuständig) bei der Überwachung der Wasserentnahmerechte zu unterstützen? 

Bis jetzt liegt uns noch keine Antwort vor. Wir halten Euch auf dem Laufenden.